...Nachgefragt

Wie sollte eine "Agrarwende" wirklich aussehen?

Wussten Sie, dass die Milchproduktion einer steigenden Milchnachfrage nicht Schritt hält? Während vor 50 Jahren die Milchmenge rechnerisch für eine Tasse pro Verbraucher ausreichte, sind es derzeit nur noch 100 ml. Wie kommt das? Wir haben die Agrarforschung sträflich vernachlässigt, Handelsbarrieren aufgebaut und Drittländern Zugang zu Know-How verwehrt. Zeitgleich wird in Europa eine Ökologisierung vorangetrieben, die auf die Bedürfnisse einer steigenden Weltbevölkerung bei sinkenden Ressourcen keine Rücksicht nimmt. Deutschland ist durch steigende Bio-Importe zum Landräuber geworden. Ein europäisches Greening ist gut gemeint, setzt aber weltweit falsche Akzente.
 

Lässt sich der Ökolandbau und Gentechnik vereinen?

Pamela Ronald, Professorin für grüne Gentechnik, und ihr Mann Roul Adamchak, Biobauer, beide Dozenten an der Universität von Kalifornien in Davis, beschreiben in ihrem Buch Tomorrows Table eine mögliche Liason von ökologischem Landbau und Gentechnik - pragmatisch und völlig ideologiefrei. Vor dem Hintergrund einer steigenden Weltbevölkerung eine Vernunftehe? Die Autoren machen deutlich, dass in der amerikanischen Ökoszene am wenigsten Vorbehalte gegen einen Gentransfer innerhalb eines Pflanzenstammes beständen.
 

Warum sollte die sollte die Schweinefleischerzeugung weltweit nachhaltig intensiviert werden?

Die Nachfrage nach Schweinefleisch wird in den nächsten Jahren weltweit stark steigen. Um Ressourcen zu schonen, ist dies nur möglich, wenn die Erzeugung unter Ökoeffizienzkriterien erfolgt. Welche Einsparungen dann möglich sind, hat die deutsche Landwirtschaft gezeigt. Die Landwirtschaft wird zur High-Tech-Branche.
 

Stammt die Mehrzahl resistenter Keime tatsächlich aus der Landwirtschaft?

In den Medien ist derzeit viel von multiresistenten Keimen die Rede. Oft wird in diesem Kontext auch ein Zusammenhang zwischen der Nutztierhaltung und der Entstehung von Antibiotikaresistenzen skizziert – zu Unrecht, wie eine Vielzahl aktueller Studien zeigt. Denn tatsächlich spielt die Tierhaltung hierbei eher eine Nebenrolle. So zeigt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), dass multiresistente Keime des Typs MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) ihren Ursprung nahezu ausschließlich in der Humanmedizin haben.
 

Gefährden deutsche Ernährungsgewohnheiten das Klima?

Nein! Mit immer neuen Studien soll belegt werden, dass ein steigender Fleischkonsum weltweit zu viel Ressourcen verschwendet und ein wachsender Flächenbedarf v.a. für Tierfutter Waldgebiete und Ackerland gefährde. Daraus wird eine Ernährungsumstellung zur Reduktion des Virtuellen Flächenverbrauchs abgeleitet und eine Ausweitung des Ökologischen Landbaus gefordert. Was ist an den Vorwürfen dran?.
 

Welche Bedeutung hat der Maisanbau in Europa?

Maisanbau ist in die öffentliche Kritik geraten. So hat die dynamische Ausdehnung des Maisanbaus der letzten Jahre nicht nur das gewohnte Landschaftsbild in einigen Regionen Deutschlands verändert, in der öffentlichen Diskussion sind hohe Maisanteile in der Fruchtfolge nicht vereinbar mit einem umweltverträglichen Ackerbau. Verschiedene Forschungsarbeiten haben die Sachlage in puncto Anbaukonzentration und Umweltverträglichkeit untersucht.
 

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