16.06.2016rss_feed

Intensivierung und Spezialisierung der Tierhaltung

Die Tierhaltung unterliegt seit Jahrzehnten einem tiefgreifenden Strukturwandel: Die Zahl der Betriebe sinkt: Jährlich scheiden etwa 5–10 % der Landwirte aus. Gründe dafür sind u.a. Kostensteigerungen, erhöhte gesetzliche Auflagen und fehlende Hofnachfolger. Die verbleibenden Betriebe  wachsen  dementsprechend  und das müssen sie auch, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Eine Betriebsvergrößerung führt zu einer besseren Auslastung der Produktionsfaktoren und erlaubt den Einsatz moderner Maschinen und Verfahren. Um beispielsweise eine Arbeitskraft finanzieren und  auslasten zu können, muss ein Landwirt 200 – 300 Sauen oder 2000 – 3000 Mastschweine halten. Um Urlaub, Freizeit- und Krankheitstage abzusichern, wird eine zweite Arbeitskraft benötigt, die meist über eine höhere Tierzahl finanziert werden muss. Im Zuge der Intensivierung haben sich die Betriebe oftmals auch spezialisiert – z.B. auf die Sauenhaltung, Ferkelaufzucht oder Schweinemast. Diese Spezialisierung resultiert u.a. aus sehr unterschiedlichen Anforderungen der Tiere an ihre Haltung sowie aus gesundheitlichen und hygienischen Vorteilen für den Bestand. Die Landwirte haben die fachlichen Spezialkenntnisse erworben und praktischen Erfahrungen für die optimale Betreuung und Haltung der jeweiligen Tiere. Nutznießer des Wandels in der Landwirtschaft sind vor allem  die Verbraucher: Sie bezahlen für das große Angebot an hochwertigen Lebensmitteln immer weniger. Für 1 kg Schweinekotelett war 1970 noch der Arbeitsaufwand von 96 Min. erforderlich, 2010 nur noch 22 Minuten. Des Weiteren können große Bestände auch zusätzliche Maßnahmen für die Umwelt besser umsetzen.

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