16.06.2016rss_feed

Heimische Eiweißpflanzen statt Sojaimport – ja, aber …

Teile der Gesellschaft und der Politik fordern eine europäische Eiweißstrategie, die den Import von Sojabohnen verringern soll. Einige Länder wollen dazu verstärkt Sojabohnen und heimische Eiweißpflanzen anbauen. Bisher ist das nur begrenzt möglich, weil die klimatischen Verhältnisse in Deutschland zu geringeren Ernten führen und damit mehr Ackerfläche belegen als in Brasilien. Alternative Eiweißfuttermittel sind  Rapsextraktionsschrot, Getreideschlempe und Leguminosen wie Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen. Eine geringere Proteinqualität sowie Anbau-, Ernte- und Lagerprobleme bei den Leguminosen sind die Hauptgründe, warum sich diese Alternativen in Deutschland bisher nicht durchgesetzt haben. Um Soja-Importe zu ersetzen, wären in Deutschland - je nach Kultur - Ackerflächen zwischen 3,5 und 7 Mio. ha nötig. Damit würden andere ertragreichere Ackerfrüchte, z.B. Weizen, verdrängt, die dann wieder importiert werden müssten.

Die Schweinefütterung hat in den letzten Jahren allerdings einen Riesenfortschritt gemacht. So hilft ein optimierte, Nährstoff angepasste Fütterung, den Bedarf an teurem Eiweißfuttermittel und somit auch den Importbedarf zu reduzieren. So sollen Einsparungen von 15 bis 37 % aus ernährungsphysiologischer Sicht durchaus realistisch sein. Die maximale Einsparung setzt eine Mehrphasenfütterung voraus. Dafür müssen Landwirte in zusätzliche Technologien investieren (z.B. mehr Silos). Diese Investitionen setzen gewisse Mindest-Stallgrößen voraus, damit eine sie wirtschaftlich für den Betrieb darstellbar sind.

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