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Kritik an Ernährungsstudien: Aus Zusammenhängen lassen sich keine Ursachen ableiten

Forscher der Harvard Universität analysierten die Daten von rund 120.000 Personen auf einen Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Sterblichkeit. Ein Ergebnis der Studie: Der Konsum einer zusätzlichen Portion roten Fleisches oder roter Fleischwaren täglich erhöhe das Sterberisiko um 13 bzw. 20 %.

Kritiker monierten, dass andere Gesundheitsrisiken nicht ausreichend berücksichtigt wurden. So sollen sich die Studienteilnehmer/-innen, die am meisten Fleisch verzehrten auch am wenigsten bewegt und mehr Kalorien zu sich genommen haben. Außerdem hätten diese Personen mehr geraucht und häufiger an hohem Blutdruck und Diabetes gelitten. Diese Faktoren können das Sterberisiko deutlich stärker beeinflusst haben, als der Fleischverzehr.

Die häufigste Kritik an Beobachtungsstudien ist, dass Korrelationen mit Ursachen verwechselt und trotzdem für Ernährungsempfehlungen missbraucht werden. Um aus Ernährungsstudien tatsächlich Ursachen ableiten zu können, sind i.d.R. randomisierte klinische Studien erforderlich. Und die sind teuer.

Im Rahmen einer aktuellen Metastudie konnte keine klare Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen dem Rotfleischverzehr und evtl. Gesundheitsrisiken festgestellt werden.

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